SOFA Münster - Willkommen Widerstand ist Handarbeit!
Camp Münsterland

Castor-Alarm: Diese Woche Plutonium-Transport auf NRW-Autobahnen !?
20.05.2013, 23:43

Nach Infos von .ausgestrahlt sollen noch in dieser Woche zwei LKW mit 12 plutoniumhaltigen MOX-Brennelementen über die Autobahn vom belgischen Atomkomplex Dessel ins AKW Brokdorf gebracht werden. Die wahrscheinlichste Route führt dabei mitten durch NRW - von Venlo quer durchs Ruhrgebiet und über die A43/A1 an Münster vorbei Richtung Osnabrück-Bremen-Hamburg. Alternativ wäre auch der Grenzübergang Bad Bentheim (A30) und dann die Strecke Rheine-Ibbenbüren-Osnabrück denkbar.

Die MOX-Brennelemente enthalten 200 kg Plutonium und sind für das EON-AKW Brokdorf bestimmt. EON bestätigte heute auf WDR-Anfrage die Plutonium-Transporte. Weder Bundes- noch Landesregierung haben über diese Atomtransporte bislang informiert. Die Landesregierung schweigt heute komplett und will das Thema offensichtlich einfach aussitzen - das ist ein Skandal, vor allem, wenn man bedenkt, dass Rot-Grün offiziell laut Koalitionsvertrag "unnötige und gefährliche Atomtransporte" durch NRW verhindern will.

Wir rufen deshalb kurzfristig zu spontanen Protesten gegen diesen Plutonium-Wahnsinn auf - der Plutonium-Tourismus muss endlich unterbunden werden!

Wir fordern von EON und von der Bundesregierung einen sofortigen Stopp des Plutonium-Transports - von der NRW-Landesregierung fordern wir ein klares Transit-Veto für NRW!

Haltet euch auf dem Laufenden!! ...
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Brennendes Schiff in Hamburg hatte Uranhexafluorid für Urenco geladen!
17.05.2013, 15:57

Über zwei Wochen nach dem heftigen Brand auf dem Frachtschiff Atlantic Cartier hat der Hamburger Senat nun zugegeben, dass das Schiff auch mit radioaktivem Material, unter anderem Uranhexafluorid geladen hatte.

Das Uranhexafluorid war laut taz und WN für die Urananreicherungsanlage Almelo bestimmt. Empfänger war also Urenco!

Die Löschaktion in Hamburg war ein Drama, weil UF6 nicht mit Wasser gelöscht werden kann, es aber in ganz Norddeutschland kein CO2 zum Ersticken der Flammen gab. Deshalb musste erst das gesamte Uran vom Schiff, bevor überhaupt gelöscht werden konnte - während nur 500 Meter weiter Zehntausende die Eröffnung des Kirchentags feierten und überhaupt nicht über die Gefahren informiert waren!
Mehr Infos auf urantransport.de

EON-Hauptversammlung: „Offene Ausschreibung“ für Urenco-Verkauf
06.05.2013, 12:27

EON-Chef Johannes Teyssen hat auf der Aktionsversammlung von EON am Freitag in Essen angekündigt, dass es für den Verkauf der Urenco-Anteile eine „offene Ausschreibung“ für ein „offenes Bieterverfahren“ geben werde. Urenco betreibt in Gronau die einzige deutsche Urananreicherungsanlage und ist zusammen mit Areva im Besitz der entsprechenden Zentrifugen-Technologie. Die bisherigen Urenco-Eigentümer – neben EON auch RWE sowie der britische und niederländische Staat – seien sich laut Teyssen über das Verfahren einig und würden nun „Kriterien definieren“, um die Teilnahme am Verfahren und die Anforderungen an erfolgreiche Bewerber zu regeln.


Atomkraftgegner hatten auf der Jahreshauptversammlung EON massiv für den Weiterbetrieb der Urananreicherungsanlage in Gronau kritisiert und die sofortige Stilllegung der ...
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Tschernobyl-Mahnwache in MS - Demos in Kiew, Kaliningrad und Angarsk
23.04.2013, 21:19

In der Nacht vom 25. zum 26. April 1986 explodierte das AKW Tschernobyl in der Ukraine - der Super-GAU wurde bittere Realität. Viele Menschen starben, weite Landstriche wurden auf Dauer verstrahlt. 27 Jahre später ist die Reaktorkatastrophe für Millionen von Menschen in der Ukraine und Weißrussland noch immer ein bestimmendes Thema. Deshalb setzten heute (25.4.) rund 100 Leute in Münster ein Zeichen der Solidarität und des Gedenkens. Hauptredner war Alexander Schimanskij aus der Ukraine, der 1987 als "Liquidator" in Tschernobyl war. Er informierte über die großen sozialen und gesundheitlichen Schwierigkeiten der 1,5 Mio. Menschen in der Ukraine, die noch heute betroffen sind. SofA Münster und das Umweltforum Münster riefen zur Solidarität und zur sofortigen Stilllegung aller Atomanlagen auch in Deutschland und NRW auf.

Bereits am Wochenende haben ca. 4000 Menschen vor den AKW Brokdorf, Grafenrheinfeld und in Ahaus für einen ernsthaften Atomausstieg demonstriert. Auch in Kiew wird der ...
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Urteil zum gestoppten Atommüllschiff - großer Aufwand für symbolische Bußgelder
17.04.2013, 22:20

Protest vorm Gericht in DortmundIm Prozess gegen die zwei, die sich letztes Jahr Pfingsten vor dem Atommüllschiff "Edo" über dem Münsteraner Kanal abgeseilt hatten, wurde heute, nach drei Verhandlungstagen und 14 Stunden Prozess das Urteil gesprochen: Bußgelder in Höhe von 10 und 20 Euro wegen „Verbotenem Benutzen bundeseigener Schifffahrtsanlagen“. Gegen die ursprünglich verhängten Bußgelder in Höhe von 165 Euro hatten die beiden Aktivist_innen Widerspruch eingelegt.

Mit der Aktion sollte auch auf die zahlreich stattfindenden Atomtransporte und den Weiterbetrieb der Atomanlagen aufmerksam gemacht werden. Jeder Atommülltransport verschleiert das ungelöste Entsorgungsproblem, deshalb ist es auch weiterhin notwendig, Atomtransporte zu blockieren.
In dem Prozess hatten sich die beiden Betroffenen mit Hilfe von Laienverteidigerinnen selbst verteidigt. Dieser ungewöhnliche Vorgang stieß auf viel Interesse bei den ...
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Tschernobyl-Woche in Münster: Vortrag (20.4.) und Mahnwache (25.4.)
17.04.2013, 11:29

Vom 19.-27. April findet in Münster eine Tschernobyl-Woche mit ZeitzeugInnen aus Weißrussland und der Ukraine statt, die eine Woche lang vor allem Schulen im Münsterland besuchen und dort über die immer noch unbewältigten Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl berichten.

Daneben gibt es zwei wichtige öffentliche Termine in Münster:

- 20. April, 19.30 Uhr: Der japanische Atomkraftgegner Kazuhiko Kobayashi wird in der Rüstkammer im Rathaus am Prinzipalmarkt (Eingang Stadtweinhaus) auf Einladung des Umweltforums Münster unter der Motto "Wie weiter mit dem Atomausstieg?" über "Fukushima, die Anti-Atom-Bewegung und die Politik in Japan" berichten. Kobayashi war schon zwei Mal in Münster und informiert die deutsche Öffentlichkeit sehr engagiert über die aktuellen gravierenden Probleme in und um Fukushima. Der Eintritt ist frei.

- 25. April, 19 Uhr: Auf dem Domplatz in Münster findet zum Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl eine Mahnwache mit anschließender Demo durch die City statt. Reden wird u. a. Alexander Schimanskij aus der Ukraine. Der Bergbauingenieur war 1987 als Liquidator in Tschernobyl eingesetzt und leitet seit 2005 eine Vereinigung der Liquidatoren.

Wir laden alle Interessierten herzlich zu der Veranstaltung und zur Mahnwache ein! Wir wollen dabei ein starkes Zeichen der Solidarität setzen, denn die Folgen der Reaktorkatastrophen werden noch über Generationen hinweg spürbar sein! ...
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Prozess-Fortsetzung zum Atommüllschiff am 17.4. in Dortmund
08.04.2013, 19:52

Am 17.4. um 11 Uhr wird vor dem Amts- und Schifffahrtsgericht in Dortmund der Prozess gegen zwei Umwelaktivist_innen fortgesetzt, die sich 2012 vor dem Atommüllschiff "Edo" in Münster abgeseilt haben (siehe auch die Blogeinträge weiter unten). Interessierte sind herzlich willkommen!


Urananreicherungs-Zentrifugen-Produzent ETC stoppt nach tödlichem Unfall die Produktion
04.04.2013, 18:23

Nach dem tragischen Unfall, bei dem vergangene Woche zwei Mitarbeiter der Urenco-Tochter ETC (Enrichment Technology Company) in der Urananreicherungsanlage Almelo ums Leben kamen, hat der Produzent von militärisch extrem sensiblen Urananreicherungs-Zentrifugen nach Informationen niederländischer Medien und der Nachrichtenagentur Reuters schon am Sonntag, 31. März, die Produktion an allen Firmenstandorten gestoppt. Zunächst hatten Firmensprecher Konsequenzen für andere Standorte noch ausgeschlossen. Betroffen von dem Produktionsstopp sind damit auch die ETC-Standorte in der Urananreicherungsanlage Gronau sowie am Forschungszentrum Jülich.

ETC erforscht, entwickelt und produziert Gas-Zentrifugen für die Urananreicherung und realisiert im Auftrag von Urenco und Areva den Bau von Urananreicherungsanlagen. Die Firma gehört als Joint Venture zu je 50% den Atomunternehmen Urenco und Areva. Kürzlich hatte ETC aufgrund fehlender Aufträge u. a. in Gronau massive Entlassungen angekündigt. Weitere Infos zu den Unfallfolgen auf www.urantransport.de (linke Menüspalte). ...
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Anti-Atomkraft-Initiativen: Solidarität mit russischen UmweltschützerInnen
03.04.2013, 09:48

Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände fordern von der russischen Regierung die sofortige Einstellung sämtlicher staatlicher Repressionsmaßnahmen gegen zivilgesellschaftliche Organisationen sowie eine Aufhebung der 2012 erlassenen diskriminierenden Gesetze, z. B. in Bezug auf die Registrierung als „Agenten“. Aktuell fanden auch bei Umweltorganisationen wie der Ökologischen Baikalwelle in Irkutsk sowie Bellona in St. Petersburg staatliche Durchsuchungen statt. Weitere Durchsuchungen sind zu befürchten. Zugleich fordern die deutschen Organisationen die Bundesregierung auf, sich bei der russischen Regierung energisch für die Wahrung der demokratischen Grundrechte einzusetzen.

Anti-Atomkraft-Initiativen in Deutschland arbeiten schon seit Jahren sehr eng und vertrauensvoll mit russischen Partnerorganisationen wie Ecodefense in Moskau, Ecoperestroika und Bellona in St. Petersburg, der Ökologischen Baikalwelle in Irkutsk sowie UmweltschützerInnen in Angarsk zusammen. Gemeinsamkonnten wir z. B. 2009 den Export von Uranmüll aus der Urananreicherung in Gronau stoppen sowie 2010 ...
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