| Verwirrspiel um Westcastoren |
| 19.03.2012, 10:08 |
Passend zum NRW-Wahlkampf beginnt das Verwirrspiel zum Zeitplan für den
Westcastor-Atommülltourismus quer durch NRW. Hieß es am Donnerstag in
einigen Zeitungen noch, die Transporte seien bis 2016 verschoben, so
lässt das FZJ verlauten, dass die längere Lagerung in Jülich notwendig
wird "falls der geplante Transport der AVR-Brennelemente ins
Zwischenlager Ahaus bis zum 30.6.2013 nicht abgeschlossen werden kann".
Das Forschungszentrum plant also weiterhin so schnell wie möglich mit
den Transporten anzufangen.
Ebenfalls hat das FZJ den Antrag auf weitere
Lagerung in Jülich noch nicht gestellt, sondern diesen Vorschlag
lediglich seinem Aufsichtsratsvorsitzenden vorgeschlagen... Das
FZJ beklagt sich in den Medien darüber, dass die Bearbeitung der
Transport- und Einlagerungsanträge für Ahaus beim Bundesamt für
Strahlenschutz so lange dauern und begründet dies mit neuen Auflagen.
Das BfS hingegen führt die Verzögerungen bei den Genehmigungen auf die
Qualität der Anträge zurück, welche ja immerhin vor 2,5 Jahren gestellt
wurden. Wenn wir nun also dem BfS glauben, ist das Forschungszentrum
Jülich also nicht in der Lage Anträge beim BfS in angemessener Qualität
zu stellen und alle notwendigen Unterlagen vorzulegen.
Wörtlich heißt es
auf der Homepage des BfS "Die Dauer des aktuellen
Genehmigungsverfahrens ist in den fehlenden Sicherheitsnachweisen des
Antragstellers begründet."Es
ist also weiterhin fraglich, wann die Westcastoren starten sollen,
sicher ist aber, dass das Forschungszentrum und der Transporteur NCS
(Nuclear Cargo Service) so schnell wie möglich starten wollen. Noch
sind die Castoren aber lange nicht losgefahren - Wir werden weiterhin
wachsam sein und unser Bestes tun, damit sie gar nicht erst rollen.
Atommülltourismus stoppen - Atomanlagen stilllegen!
Nächster
Demo-Termin ist der Ostermarsch in Jülich am 9. April, denn in Jülich
betreibt auch die Urenco Zentrifugenforschung für ihre
Urananreicherungsanlagen und die Westcastoren enthalten tlw. noch
hochangereichertes Uran.
Zivilie und militärische Nutzung gehen also
auch in Jülich Hand in Hand. |
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